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Auf welchem Stern lebt Verdi-Chef Werneke?

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Veröffentlicht von info@politogo.de in Wirtschaft · 15 Oktober 2020
Tags: VerdiStreikCorona
Wir leben in Pandemie-Zeiten. Bund, Länder und Kommunen pumpen Milliarden in Corona-Programme, um die Gesellschaft am Laufen zu halten. Das Gesundheitssystem leistungsfähiger zu machen. Die Wirtschaft vor dem totalen Absturz zu bewahren.

Und was macht Verdi?

Die Dienstleistungsgewerkschaft überzieht das Land seit Wochen flächendeckend mit Warnstreiks, um ihre Forderungen in der Tarifrunde 2020 bei Bund und kommunalen Arbeitgebern durchzusetzen. Immer wieder bleiben Kitas geschlossen, legt Klinikpflegepersonal die Arbeit nieder. Damit die Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro steigen. Motto: "Wir halten den Laden am Laufen. Jetzt seid ihr dran."

Ist das angebracht?

In Zeiten, in denen die Schulden der öffentlichen Hand wegen Corona explodieren und auf Rekordhoch steigen: Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung sind inzwischen mit 2,1089 Billionen Euro verschuldet. Das entspricht einem Anstieg um 11,1 Prozent beziehungsweise 210,1 Milliarden Euro seit Jahresanfang.

In Zeiten, in denen Millionen Menschen in der freien Wirtschaft um ihren Arbeitsplatz fürchten. Was nicht unbegründet ist, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. So verringerte sich die Erwerbstätigenzahl im 2. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Prozent (saisonbereinigt). Zudem sank im 2. Quartal 2020 in allen Branchen der Bruttoarbeitslohn, zum Teil erheblich. Auch das eine Folge der Corona-Krise.

Entwicklung der Bruttomonatsverdienste in der Corona-Krise

In Zeiten, in denen die Preise fallen. So lag d
ie Inflationsrate in Deutschland im September 2020 bei -0,2 %. Damit fällt die Inflationsrate zum zweiten Mal in diesem Jahr unter Null (Juli 2020: -0,1 %). Eine niedrigere Rate wurde zuletzt im Januar 2015 mit -0,3 % beobachtet. Die Verbraucherpreise sanken auch im Vergleich zum Vormonat August 2020 um 0,2 %.

Ist es auch angebracht, gerade jetzt Busse und Bahnen still stehen zu lassen?

In Zeiten, in denen öffentliche Verkehrsmittel durch Corona herbe Einbußen an Fahrgästen und Fahrgeldeinnahmen hinnehmen müssen. Deren Betrieb für die kommunalen Betreiber noch mehr zum Zuschussgeschäft wird.  In Zeiten, in denen alles für den Klimaschutz getan werden muss. Gerade im Verkehrsbereich ...

Eine Antwort zumindest auf die letzte Frage liefert Verdi selbst: "
Mehr Klimaschutz gelingt nur durch eine echte Verkehrswende und mehr ÖPNV und dazu gehören anständige Arbeitsbedingungen und Löhne. Weil viele Kommunen unterfinanziert sind, brauchen wir ein bundesweites Finanzierungsprogramm für den ÖPNV. Das schafft zehntausende neue Arbeitsplätze und schützt das Klima. Wir fordern einen ÖPNV-Gipfel für einen guten Start in eine nachhaltige Verkehrswende", so Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende in einem Statement anlässlich des ÖPNV-Gipfels der Landesverkehrsministerkonferenz am 14. Oktober 2020.

Auf welchem Stern lebt der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke?



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